Gamer sind klüger?

 · 15:57 Uhr
Drei Forschende untersuchen einen Gamer in dunkler Ritterrüstung mit Controller

Endlich ist es wissenschaftlich bewiesen: Gamer sind klüger. Also fast. 😄

Eine 2024 veröffentlichte Studie wertete Daten von 471’346 Teilnehmenden der UK Biobank aus. Menschen, die häufig Computerspiele spielten, zeigten im Durchschnitt bessere Ergebnisse bei Reaktionszeit, Gedächtnis und fluider Intelligenz. Ausserdem war häufiges Spielen mit einem um 19 Prozent niedrigeren Risiko für eine spätere Demenzdiagnose verbunden.

Bevor der Controller als medizinisches Gerät durchgeht: Die Studie zeigt vor allem Zusammenhänge. Sie beweist nicht, dass jedes Spiel automatisch klüger macht. Auch die Forschenden weisen darauf hin, dass die kleinen Unterschiede bei den Denkaufgaben nicht automatisch einen spürbaren Vorteil im Alltag bedeuten.

Trotzdem ist das Ergebnis sympathisch: Gaming ist offenbar nicht nur verschwendete Zeit. Reaktion, Aufmerksamkeit, räumliches Denken und das Lösen kleiner und grosser Probleme gehören bei vielen Spielen schliesslich ständig dazu.

Mein völlig uneigennütziges Fazit: Die nächste Runde ist natürlich reine Gehirnpflege. Aber Schlaf, Bewegung und echte Pausen dürfen trotzdem mitspielen. 😄

Quelle: Jia et al. (2024): Associations of computer gaming with incident dementia, cognitive functions, and brain structure

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