Leckst du deine Spiele ab? Darum schmecken Switch-Cartridges bitter
· 18:37 Uhr
Falls du noch nie an einem Nintendo-Switch-Spiel geleckt hast: Du musst es wirklich nicht nachholen. Die kleinen Spielkarten schmecken absichtlich fürchterlich.
Warum sind Switch-Cartridges so bitter?
Seit dem Start der Nintendo Switch im Jahr 2017 werden die Spielkarten mit Denatoniumbenzoat behandelt. Dieser ungiftige Bitterstoff soll vor allem kleine Kinder davon abhalten, die handlichen Cartridges in den Mund zu nehmen oder zu verschlucken.
Schon winzige Mengen schmecken extrem bitter. Genau das ist der Trick: Was sofort scheusslich schmeckt, landet hoffentlich ebenso schnell wieder ausserhalb des Mundes.

Bitte nicht nachmachen
Natürlich entwickelte sich kurz vor dem Verkaufsstart der Switch trotzdem ein kleiner Internettrend: Menschen leckten absichtlich an ihren Spielen und filmten ihre Reaktion. Das Ergebnis war ziemlich einheitlich – angewiderte Gesichter und sofortige Reue.
Der Bitterstoff ist eine Sicherheitsmassnahme und keine Einladung zum Geschmackstest. Dein Spiel wird dadurch übrigens auch nicht besser.
Und was ist mit dem Hund?
Sky News berichtete 2019 über einen Hund, dem eine verschluckte Nintendo-Cartridge bei einer Notoperation entfernt werden musste. Wichtig: Dabei handelte es sich um ein älteres Nintendo-DS-Spiel und nicht um eine Switch-Spielkarte mit Bitterstoff.
Der Fall zeigt trotzdem, warum kleine Spiele nicht lose in Reichweite von Kindern oder Haustieren herumliegen sollten. Der bittere Geschmack kann abschrecken – eine unüberwindbare Schutzbarriere ist er natürlich nicht.
Mein Fazit
Eine winzige Idee, die wahrscheinlich kaum jemand auf der Verpackung bemerkt: Nintendo denkt bei den physischen Switch-Spielen sogar an den Fall, dass ein Kind sie in den Mund nimmt. Der absichtlich scheussliche Geschmack soll dann zum schnellen Ausspucken führen. Clever – und definitiv nichts für einen ausführlichen Geschmackstest. 😄