Warum hinter Praktikoo mehrere Worker-PCs arbeiten

 · 19:43 Uhr
Vier Worker-PCs für Produktdaten, Bestandsprüfungen und Sicherungen hinter Praktikoo

Ein Shopify-Shop läuft nicht nur im Browser. Im Hintergrund fallen viele kleine und wiederkehrende Arbeiten an: Produktdaten ordnen, Bilder vorbereiten, Verfügbarkeiten prüfen, Daten sichern oder Informationen zwischen verschiedenen Systemen abgleichen.

Für einen Teil dieser Aufgaben stehen bei mir mehrere PCs im Lager. Ich nenne sie einfach meine Worker.

Was ist ein Worker-PC?

Ein Worker ist bei mir kein besonderer Server und auch keine geheimnisvolle künstliche Intelligenz. Es ist ein normaler PC, auf dem Programme für einen bestimmten Arbeitsbereich laufen.

Die Aufgaben sind bewusst getrennt. Ein Worker kann beispielsweise Produktdaten vorbereiten, während ein anderer bei Abläufen im Lager oder bei der Pflege eines Verkaufskanals hilft. Ein weiterer kümmert sich um Bilder, lokale Dateien, Sicherungen oder den Abgleich meiner Produkttabelle mit Shopify.

Nicht jeder Worker läuft rund um die Uhr und die Aufgaben verändern sich, wenn ich einen Arbeitsablauf überarbeite. Die PCs sind für mich Werkzeuge – ähnlich wie ein Etikettendrucker oder ein Regal im Lager.

Warum nicht alles auf einem einzigen Computer läuft

Am Anfang entstehen solche Lösungen meistens Stück für Stück. Eine Aufgabe wird grösser, ein Programm soll länger laufen oder ein Arbeitsbereich soll den normalen Büro-PC nicht blockieren. Dann ist es praktisch, diese Arbeit auf einen eigenen Rechner auszulagern.

Die Trennung macht den Alltag übersichtlicher. Wenn ich an einem Ablauf arbeite oder einen Worker vorübergehend ausschalte, bleiben die anderen Bereiche davon unberührt. Gleichzeitig sehe ich schnell, welcher Rechner für welche Aufgabe zuständig ist.

Vier weiterverwendete Worker-PCs im kleinen Lager von Praktikoo
Die vier Worker-PCs stehen im kleinen Praktikoo-Lager und übernehmen getrennte Aufgaben.

Alte PCs bekommen eine neue Aufgabe

Einige der Worker stammen aus früheren Praktikoo-PC-Serien oder aus Teilen, die nach anderen Projekten übrig geblieben sind. Für einen aktuellen Gaming-PC wären sie vielleicht nicht mehr die erste Wahl. Für Produktdaten, Sicherungen oder einen Etikettendrucker reichen sie aber noch lange.

Ich finde es sinnvoller, einen funktionierenden Computer weiterzuverwenden, als ihn nur wegen neuerer Hardware auszusortieren. Deshalb sehen die Worker auch nicht wie ein einheitliches Rechenzentrum aus. Entscheidend ist, dass sie zuverlässig ihre jeweilige Aufgabe erledigen.

Was trotzdem Handarbeit bleibt

Die Worker automatisieren wiederkehrende Aufgaben. Sie entscheiden aber nicht selbst, welche Produkte ich anbieten möchte oder wie ich mit einem Kundenproblem umgehe.

Ich kontrolliere die Ergebnisse, bearbeite Bilder, passe Texte an und entscheide, was veröffentlicht wird. Einzelne Produkte bestelle ich auch zu mir ins Büro oder ins kleine Lager, damit ich sie ansehen und bei Bedarf selbst prüfen kann. Nicht jede Verfügbarkeitsprüfung lässt sich vollständig automatisieren – manchmal muss ich mich weiterhin anmelden und die Angaben persönlich kontrollieren.

Auch Kundenfragen landen nicht bei einem anonymen Callcenter. Wenn jemand vor einer Bestellung etwas wissen möchte oder nach dem Kauf ein Problem hat, kümmere ich mich selbst darum.

Was Kunden davon haben

Im besten Fall bemerkt ein Kunde von den Workern überhaupt nichts. Sie sollen im Hintergrund helfen, Produktinformationen ordentlicher zu pflegen, Bestände regelmässiger zu prüfen, Dateien zu sichern und Fehler bei wiederkehrenden Arbeiten zu vermeiden.

Sie ersetzen weder meine Kontrolle noch den persönlichen Kontakt. Sie schaffen mir lediglich mehr Zeit für die Aufgaben, bei denen ein Mensch weiterhin wichtiger ist.

Kurz gesagt

Praktikoo ist ein kleiner Schweizer Onlineshop mit einem grossen Sortiment. Ein Teil der technischen Arbeit dahinter wird von mehreren Worker-PCs unterstützt. Andere Dinge – vom Prüfen einzelner Produkte bis zum Beantworten einer Kundenfrage – mache ich weiterhin selbst.

Die Worker sind keine spektakulären Server. Es sind weiterverwendete PCs, die im Hintergrund jeden Tag ein kleines Stück Arbeit übernehmen. Und genau dafür sind sie ziemlich nützlich.

Torna al blog

Lascia un commento